Ratgeber: Audioformate

MP3 & Co. kurz erklärt

Wer Musikdateien aus dem Netz lädt, sieht sich bald mit einer ganzen Reihe von Audioformaten konfrontiert: MP3, WAV, WMA,
AAC und viele mehr. Hier ein kurzer Überblick über vier wichtige Formate.

 
MP3:

der Klassiker und das am weitesten verbreitete Audioformat,
das alle gängigen Hard- und Software-Player unterstützen.
Wer auf der technisch sicheren Seite sein möchte und nach
dem unproblematischsten Format für seinen Hard- und/oder
Softwareplayer sucht, der greift auf jeden Fall zu MP3.
Vorausgesetzt, Sie sparen nicht bei der Bitrate (ein bei der Konvertierung einstellbarer Parameter, der den Platzverbrauch bezeichnet), verschwenden Sie im Vergleich zu alternative Formaten schlimmstenfalls nur Speicherplatz.

 

Dabei gilt als grobe Faustregel: je höher die verwendete Bitrate, desto besser der Klang, aber um so größer der Platzbedarf. 128 kBit/s gelten bereits als guter Kompromiss zwischen Größe und Qualität (z.B. für unterwegs, im Auto, etc.) Bitraten von 192 kBit/s oder höchstens 256 kBit/s liefern nach einhelliger Meinung das hörbare Optimum — mehr ist nicht sinnvoll, denn spätestens ab den besagten 256 kBit/s fällt es selbst ambitionierten Audio-Enthusiasten äußerst schwer, den Unterschied zu einer Original-CD auszumachen (siehe z.B. hier (c't-Leser-Hörtest: MP3 gegen CD)).

 

Dabei sollten Sie nichtsdestotrotz im Hinterkopf behalten, dass das MP3-Format „verlustbehaftet" ist und — grob gesprochen — denselben Ansatz verfolgt, wie jpg-Dateien in der Bildbearbeitung: Was nicht mehr wahrgenommen werden kann, wird verworfen. Durch diesen „Trick" bei der Konvertierung nimmt der Speicherbedarf einer Audiodatei (z.B. gegenüber einer WAV-Datei) dramatisch ab — was das Ziel der Aktion ist. Die wahrnehmbare Qualität bleibt aber je nach eingestelltem Kompressionsgrad weitestgehend erhalten.

 

Wer seine Dateien MP3-kodiert, nimmt also bewusst Verluste in Kauf. Dabei bringt es übrigens nichts, eine einmal MP3-kodierte Datei zurück ins WAV-Format zu wandeln. Die Qualität ist bestenfalls identisch mit der MP3-Datei und ein Tontechniker erkennt die überflüssige Konvertierung sowieso leicht an den abgeschnittenen höheren Frequenzen, z.B. jenseits der 16 kHz.

 

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